Die Ahr hat sich in der Hochwassernacht einen Teil des Raums, der zum ursprünglichen Flussbett gehörte, wieder genommen. Bei aller Zerstörung besonders in den Ortslagen ist in Bereichen, die nicht bebaut, sondern land- und forstwirtschaftlichen genutzt waren, auf diese Art auch eine einzigartige Naturlandschaft entstanden. Mein Vorschlag: Der Bund sollte den Eigentümern der betroffenen Flächen einen Ankauf oder Tausch der Flächen (selbstverständlich auf freiwilliger Basis und mit angemessenen Entschädigungssummen) anbieten und dort Raum für die Ahr und das Naturerlebnis der Menschen zur Verfügung stellen.
Vorteile:
– Es könnte ein naturschutzfachlich wertvolles und in Deutschland einzigartiges Fließgewässerökosystem gesichert werden.
– Es würden Retentionsräume geschaffen, die künftige Fluten mindern.
– ein freifließender Mittelgebirgsfluß ist – entsprechend beworben – eine Touristenattraktion von Tag 1 an,. Diese Attraktion ist jetzt schon da und muss nicht erst aufgebaut werden. Sie könnte helfen, die Touristen im Tal zu halten, bis unser traditioneller Wein- und Kulturlandschaftstourismus wieder funktioniert und auch langfristig ein weiteres Standbein darstellen,
– Flächeneigentümer erhalten ein faires Angebot zum Verkauf ihrer von der Flut betroffenen Flächen. Besonders in den Fällen, wo eine langfristige Bewirtschaftbarkeit ohnehin fraglich ist, könnte dies für manchen Eigentümer auch wirtschaftlich interessant sein.

Gerne stehe ich für Fragen, Mithilfe, Gedankenaustausch und Kontaktaufnahme zu den zuständigen Personen in den in Frage kommenden Bundesinstitutionen zur Verfügung!
Mit einem herzlichen Gruß
Sabine Stein