Das gesamte Ufer der Ahr ist zerstört, das ist traurig – aber auch eine Chance
Der Gradmesser der Zerstörung hat dabei eine gewisse Konstante und die ist relativ einfach mit Innenkurve / Außenkurve zu bezeichnen. Die Innenkurven hatten Hochwasser, die Außenkurven wurden ähnlich einem kreisenden Sägeblatt zerlegt, weil dort die Wasserkraft am stärksten ist. Nach diesem Prinzip könnte eine neue Ahrufergestaltung ausgelegt werden, sprich
bauliche Notwendigkeiten in die Innenkurve und die Außenkurve naturnah gestalten. Im Bereich der Brücken kann diese Vorgehensweise durchaus die Seiten wechseln, eine klare Trennung von Bikern/e-Rollern und Fußgängern wäre wünschenswert. In dem Zusammenhang viel auch schon mal das Wort des pop-up Standortes entlang der Ahr. Vielleicht auch nur als saisonaler Pavillion im Winter abbaubar als Kaffebude, Weinstand, Eisverkauf, Infostand mit Ladestation oder nur Unterstand usw. vielfältig denkbar, als Stunden-homeoffice mit freiem w-lan im ganzen Tal, Tretbootverleih, Naturschwimmbecken und last but not least dem Ahrstrand. Ich war mal in Hamburg, dort gibt es so etwas direkt am Hafen, das wäre an der Ahr fantastisch, Weinverkostung auf dem Strand. Ein Ahrboulevard könnte eine Promenade werden, mit Teilabschnitten altersgerecht, kindgerecht oder jugendgerecht. Eine Perlenkette mit alternierenden Attraktionen, Flaniermeile, Freikunst und Naturbühne, jetzt ist die Möglichkeit die Weichen zu stellen. Der Flußlauf sollte in jedem Fall öffentlichem Belangen und Renaturierungs- und Ausgleichsflächen vorbehalten bleiben, es sollten keine weiteren großflächige Bauprojekte in diesem Bereich zugelassen werden. Der Ahrtalexpress könnte endlich elektrisch, boulevardbegleitend ähnlich eine Monorackbahn laufen, in anderen engen Tälern soll es sogar die Idee einer Schwebebahn gegeben haben. …. aber der Ahrstrand wäre fantastisch.