Die Ursache der Flutkatastrophe ist aus wissenschaftlicher Sicht die unzureichende Reduktion von Treibhausgas-Emissionen. Der Umbau der Energiewirtschaft auf erneuerbar ist kein technisches Problem. Der energetische Wiederaufbau des Ahrtals muss daher basierend auf den Ergebnissen des Bundesforschungsprojektes EnAHRgie erneuerbar in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität erfolgen. Dazu steht der Runde Tisch Erneuerbare Energien mit einer Expertengruppe dem Landkreis Ahrweiler gerne beratend und ggfs. umsetzend zur Seite. Entsprechende Arbeiten sind bereits in vollem Gange.
Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem der Wiederaufbau im Ahrtal in grundlegend neuer Weise erfolgen sollte. Spätestens jetzt muss die schon längst nötige Umstellung der Energieversorgung aus solaren Quellen kommen. Fossile Quellen stören das atmosphärische Gefüge derart, dass zunehmend lebensbedrohliche Wettergeschehnisse eintreten werden.
Wir schlagen vor, dass das Ahrtal zum SolAHRtal wird, damit wir einen Beitrag dazu leisten, die Destabilisierung der Lufthülle zu mindern: Niedrigere Temperaturen bewirken geringere Wasseraufnahme der Luft über den Meeren und damit ausgeglichenere Niederschläge. So sagt uns das die Physik. Daher muss der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe darauf abzielen, die fossilen Technologien zu 100% durch regenerative zu ersetzen.
Vertreter*innen von mehr als 25 am „Runden Tisch – Erneuerbare Energien“ regelmäßig tagenden Nichtregierungsorganisationen fordern einen schnellstmöglichen Aufbau mit 100 % erneuerbaren Energien. Die Flutkatastrophe im Juli hat erneut gezeigt: Wir sind mitten in der Klimakrise, und es wäre massiv fahrlässig, sie nicht ernst zu nehmen.