Eine als Druckstollen ausgeführte (Beton-)Röhre soll das Ahr-Hochwasser ab dem Standort Ahrbogen aufnehmen und direkt in den Rhein zwischen Bad Breisig und Sinzig ableiten. Ausreichend dimensioniert, wäre das Ahrtal ab Ahrbrück/Altenahr fast vollständig auch vor sehr gewaltigen Hochwassermengen geschützt.
Mit einer Höhendifferenz von 126 m, einer Länge von 21,7 km und einem Durchmesser von 9 m wäre theoretisch eine Abflussmenge in der Größenordnung des Hochwassers von 1910 (33 Millionen m³) zu bewältigen. (Meine Schätzung des Hochwasservolumens für 2021 liegt bei 50 Millionen m³). Die unterirdische Leitung kann vollständig unter dem Ahrgebirge hindurchgeführt werden, lediglich die Unterquerung des Harbachs bei Sinzig könnte Probleme bereiten. Die geologischen Verhältnisse im Ahrbegirge sind allerdings nicht ideal für einen Tunnelbau.
Zu den Kosten kann ich wenig ausführen; in einer zufällig im Internet gefunden Übersicht fand ich für einen Bahntunnel (Inntaltunnel) mit 12,7 km Länge die Baukosten zu 150 Mio. EUR (Stand 1997). Dieser Wert kann aber gut als Orientierungshilfe dienen: Bei den Gesamtkosten von ca. 30 Milliarden EUR, die für die Beseitigung der Flutschäden geschätzt werden, ist dies eine sinnvolle Ausgabe, die erhebliche zukünftige Flutschäden vermindern hilft.
Die beigefügten Dokumente enthalten die Berechnung und eine Kartenübersicht zu diesem Vorschlag.

Tunnel-Ahrbogen-Rhein.xlsx
Tunnel-Ahrbogen-Rhein.jpg