Bürgermeister Orthen hatgesagt, dass die Stadt wieder aufgebaut werden wird, dabei aber vieles anders gemacht werden wird als dies bisher der Fall war. Diese sicher sehr sinnvolle Devise sollte man sich auch beim Neu- bzw. Wiederaufbau der zahlreichen zerstörten Brücken im Stadtgebiet zu Herzen nehmen.

So könnte z.B. eine neu zu errichtende Straßenbrücke zwischen der bisherigen Fußgängerbrücke am Kloster und der Fußgängerbrücke an den Ehrenwallschen Kliniken diese beiden ersetzen, ohne die Verkehrsbeziehungen für Fußgänger und Radfahrer zu verschlechtern. Die Klosterbrücke diente der Verbindung von Ahrweiler nach Walporzheim und die Ehrenwallbrücke diente der Verbindung des südlich der Ahr gelegenen Teils von Ahrweiler mit Edeka sowie als Schulweg zu den Schulen auf dem Calvarienberg. All diese Funktionen könnten ohne Probleme auch durch eine Brücke in Verlängerung der Kalvarienbergstraße realisiert werden, welche dann an den Kreisel am Edeka anschließt. Für den Straßenverkehr und insbesondere die Anbindung des Calvarienberg-Quartiers ergäben sich dadurch deutliche Vorteile, welche auch eine verbesserte Führung z.B. von Buslinien ermöglichen würden.

Auch wäre zu prüfen, ob nicht eine Straßenbrücke in Höhe der Max-Planck-Str. eine günstigere Position hätte als die bisherige Bachemer Brücke, welche ja eine relativ geringe Bedeutung hatte und zu einer Fahrradstraße herabgestuft werden sollte. Die Anbindung von Bachem an den Stadtkern von Ahrweiler könnte durch eine Brücke an dieser Position genauso gut erfolgen, die Anbindung von Bachem an das Mittelzentrum würde deutlich verbessert. Lediglich für einen Teil der Eifelstraße würde sich die Wegebeziehung zum Stadtkern von Ahrweiler verschlechtern. Dies könnte aber durch eine Verlagerung der Schwimmbadbrücke in den Bereich hinter dem Freibad, welche auch die Erreichbarkeit der Grundschule aus dem südlich der Ahr gelegenen Ahrweiler verbessern würde, ohne sonstige Verluste aufgefangen werden.

In der beigefügten Skizze auf Basis von Google Maps sind die künftig nicht neu zu errichtenden Brücken mit einem roten X markiert, an neuer Stelle zu errichtende Brücken und anschließende Wege/Straßen grün eingezeichnet, die anschließenden Wegebeziehungen mit blauen Pfeilen gekennzeichnet.

Daraus würden sich folgende Vorteile ergeben:
– Reduzierung der Gesamtzahl der neu zu errichtenden Brücken
– gleichmäßigere Verteilung der Brücken im Bereich Ahrweiler/Bachem
– Verbesserung der sinnvollen und häufig genutzten Wegebeziehungen
– Verbesserung der Verkehrsanbindung der Schulen und des neuen Quartiers Kloster Calvarienberg
– Anbindung der Delderstraße über eine Verlängerung der Kinkelstraße an die südliche Ahrseite
Auch wenn bis zu den Entscheidungen bezüglich des Wiederaufbaus der Brücken und deren Realisierung sicher noch einige Zeit ins Land ziehen wird, hoffe ich, dass Sie meine Vorschläge hierbei in Erwägung ziehen. Wir haben nun eine einmalige Chance und sollten diese auch nutzen.

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