„Zukunft hat Vergangenheit“
I. Im traditionellen Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler sollte eine erste vorläufige Dokumentation der Flutkatastrophe in der Aktuellen Chronik in Wort und Bild neben den bereits weitgehend fertigen Artikeln aus dem ganzen Kreis AW in Geschichte und Gegenwart erscheinen. Künftige Jahrbücher werden dieses Thema in vielen Aspekten beleuchten. Jetzt könnte das Geschehen aktuell dargestellt, der Opfer auch namentlich gedacht und Dank an die Helfer ausgesprochen werden. Das wäre ein deutliches Zeichen der Zuversicht., aber auch der Kontinuität und „Normalität“. Vermutlich würden sogar die Bundeskanzlerin und auch unsere Ministerpräsidentin in dieser Ausnahmesituation Grußworte verfassen.

II. Künftiger Kunst- und Kulturschutz im Ahrtal
Hier sollte nach Sicheren Depots und Aufbewahrungsorten für Kunstwerke gesucht werden. Tiefgaragen und Keller sind besonders gefährdet (siehe Museumsbestände von Bad Neuenahr-Ahrweiler und Akten der Stadtverwaltung).
Die Unterbringung von Archivalien in Kellerräumen ist durchweg problematisch. Hier sollte über alternative sichere Unterbringungsmöglichkeiten nachgedacht werden.

III. Heranziehung historischer Quellen beim Wiederaufbau
Hier sollte man u. a. altes Kartenmaterial berücksichtigen, so z. B. die Tranchot-von-Müffling-Kartenwerke mit den Blättern des Ahrtals. Sie zeigen deutlich den alten Ahrlauf, den die Fluten z. T. genommen haben. Viele Siedlungen liegen heute nach den damaligen Karten „in der Ahr“ und nicht an der Ahr.