Oft habe ich schon die Frage gehört: „wo darf zukünftig denn wieder gebaut werden“? und es ist sicherlich wichtig diese Frage so zu klären. Ich finde es aber auch wichtig zu fragen: wie sollte zukünftig gebaut werden? Es gibt bereits zahlreiche Beispiele für „hochwassergerechte“ Häuser – egal ob an deutschen Seen oder Flüssen, bei unseren niederländischen Nachbarn oder aber auch in Ländern wie Vietnam, wo Pfahlbauten durchaus üblich sind.

Um den Menschen im Ahrtal eine Vorstellung davon zu geben, wie ein solches Haus „wie ein Schiff“, „auf Stelzen“, „in Floßbauweise“ oder „auf einem Sockel“ aussehen könnte, werfe ich die Idee einer Mustersiedlung ins Rennen. Hier könnten verschiedene Bauweisen erlebbar gemacht werden und zukünftige Bauherr*innen inspirieren, vielleicht beim (Wiederaufbau)bau ihres Zuhauses neue Wege zu gehen und damit zukünftig besser aufgestellt zu sein, wenn die Ahr erneut über die Ufer treten sollte.

Vielleicht könnte ein Architekturwettbwerb sogar dazu führen, dass ganz neue Ahr-typische Haus-Konzepte entstehen, mit Häusern, die sich sehr gut in die Natur einfügen, heimische Materialien aufgreifen und gleichzeitig ressourcenschonend konzipiert sind.