Um den Bevölkerungsschwund durch den Zuzug von Rentnerschaft/ Pensionist:innen aus Köln und Ruhrgebiet etc. in den früheren Jahrzehnten auszugleichen, die den Alterswohnsitz nach Neuenahr verlegten, könnte Zuzug von jüngeren Personen durch die Ansiedelung von Klinken und REHA-Einrichtungen ausgeglichen werden. Vorteil: Diese Gebäude würden an den Hängen angesiedelt werden können wie in der Hochstrasse zu Neuenahr zu besichtigen. Damit liegen sie nicht im Einzugsgebiet der HAKU100 wie das Dorinthotel oder zahlreiche andere Gastronomiebetriebe, die diese Überschwemmungsgebiete für ihre Betriebsstätten – aus Sicht der Erholungssuchenden – bevorzugen müssen: auch wegen der Nähe zum Gewässer kommt dieses Gäste-Klientel nach Neuenahr. Der Klinken-&REHA-„Gast“ kommt aus anderen Gründen (Wiederherstellung der eigenen Gesundheit). Die Bebauung nahe der Ahr mit der bekannten Problematik dürfte damit entfallen. Für zahlreiche Berufe und Neu-Bürger:innen wäre ein Anreiz gegeben an die Ahr zu ziehen. Auch der besagte Einwohnerverlust durch aufgegebene „Altensitze“ mit Verlust der entsprechenden Steuereinnahmen aus der Einkommenssteuer liesse sich ausgleiche. Es könnte schöner gestaltet werden als in Bad Ems mit den riesigen Klinik-Klötzen auf den umgebenden Berghängen. Aber an sich scheint mir in Bad Ems der richtige Weg beschritten zu sein. Vlt. nimmt man seitens der Entscheidungsträger:innen an der Ahr auch mal Kontakt mit denen vorort an der Lahn auf, die ihre Erfahrungen mit Hochwasser gemacht haben.