Es ist nach der Flut viel die Rede davon, besser an anderer Stelle neu aufzubauen. Vielerorts fehlt dazu das Bauland, oder es wird seit Jahrzehnten blockiert durch Grundstücksbesitzer, die Bauland aus Anlagegründen erworben haben aber seit vielen Jahren brach liegen lassen.
Es kommt nun dazu, dass utopische Preise verlangt werden, wenn denn doch einmal jemand ein Grundstück verkauft. Zuletzt in Bad Bodendorf 500 EUR/qm bei einem Bodenrichtwert im Dorf von 140-200 EUR.
Bei solchen Preisen haben die maximal geschädigten Bewohner in Ahrnähe absolut keine Chance, Alternativen zu Ihrem zerstörten Wohneigentum zu finden.
Die Folge: man sieht sich gezwungen, die Heimat zu verlassen, weil es hier keine Zukunft mehr gibt, die irgendwie finanzierbar wäre. Das ist sehr bitter.
Es stellt sich die Frage, ob die Stadt/die Kommunen hier Abhilfe schaffen können.
Wenn die Stadt/die Kommune keinen Grund und Boden besitzt, der alternativ angeboten werden kann, müsste vielleicht diskutiert werden, ob ein Baugebot eine Lösung sein kann (d.h. wer Bauland besitzt muss es innerhalb einer bestimmten Frist bebauen oder verkaufen). Dann kämen unter Umständen wieder Grundstücke auf den Markt, Baulücken würden geschlossen und Flutgeschädigte, die hier lange Jahre zu Hause waren, könnten bleiben statt die Heimat verlassen zu müssen.