Die Großschadenslage hat gezeigt, dass ein dezentrales Krisenmanagement nur bedingt effizient sein kann. Was das Schaffen der Rahmenbedingungen angeht, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der Blaulichtfamilie, das Koordinieren der Helfer vor Ort, etc., muss es eine Verwaltungseinheit dezentral geben.

Entscheidungsträger im Krisenfalle müssen vor Ort sein, entweder durch eingesetzte Abschnittsleiter eines überregionalen Krisenstabes (die es diesmal leider wohl nicht gab), oder die jeweils politisch Verantwortlichen vor Ort.

Sie kennen die Örtlichkeiten, kennen die Menschen, kennen die Möglichkeiten, die sich aus der Örtlichkeit heraus direkt umsetzen lassen.

Evakuierungspläne müssen bis auf die kleinste Einheit erstellt werden, ja sogar die KatS-Pläne sollten bis auf die Ebene Ortsgemeinde/Ortsteil erstellt werden.

Entsprechende Schulung der in Frage kommenden Personen, sowie regelmäßige Übungen dazu sind unabdingbar.

Fehler, die gemacht wurden, müssen uns dazu animieren, es zukünftig besser machen zu können – mit den Ressourcen, die jede einzelne Ortsgemeinde zu bieten hat.

Mario Wettlaufer
Westum