Wäre es nicht zweckmäßig anstatt der blindwütigen Wiederherstellung des Ahrlaufes, sich Zeit zu nehmen für eine Neukonzeption des Hochwasserschutzes?
Aus meiner Sicht wäre es zum Beispiel zweckmäßig, dort wo großflächig Gelände abgetragen wurde, dieses nicht, wie an der Kurgartenbrücke, unsinnig wiederaufzufüllen, sondern die ursprüngliche Gestaltung in der Art „umzudrehen“, daß zum Beispiel Radwege und die Promenadeweiter unten in einem potentiellen zukünftigen Überschwemmungsbereiches verlaufen und erst anschließend die Uferböschung angelegt wird.
Dies erspart es nicht nur Millionen von Kubikmetern Erdreich wiederaufzufüllen, sondern schafft ohne wirklich nennenswerten Aufwand erhebliche zusätzliche Überlaufflächen für zukünftige Hochwasser.
Das eingesparte Geld ließe sich dann sogar eventuell in ein Spundwandsystem investieren, vergleichbar dem in Szeged (Ungarn) wo in den Achtziger Jahren eine komplette Großstadt weggespült wurde.

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