Die wiederaufzubauenden Bereiche der Wophnbebauung, in denen komplett zerstörte Bereiche und kernsanierungsbedürftige Bereiche zusammenliegen sollte in Bezug auf Energieversorgung, Mobilität, Klimarobustheit und Soziales in Waben oder Quartieren gedacht werden.

D.h. dass energetische Sanierung (Dämmung, Flächenheizungen usw.) durchgeführt und nach neuesten energetischen Standards neu gebaut wird. Weiterhin ist zu prüfen, ob ein nachhaltiges Nahwärmenetz (kalte Nahwärme, Solarthermie, Biomasseheizkraftwerk usw.), ggf. mit Kraft-Wärme-Kopplung eine sinnvolle Alternative darstellen kann, zur individuellen Erdgasversorgung mit individuellen Zentralheizungen in den einzelnen Häusern. Gemeinsame Wärme- oder Kältespeicher können dabei ebenfalls Bestandteil sein.
Hier wird man den Menschen auch zügig sagen müssen, dass Erdgas ebenfalls nur eine temporäre Lösung darstellen würde, 2045 will Deutschland aus dem Erdgas ausgestiegen sein.

Darüber hinaus sollte der Oberflächenabfluss, bzw. die Wasserspeicherfähigkeit des Quartiers, Sickermöglichkeiten und Verdunstungsflächen für heiße Sommer (Wasserspiele etc.) ebenfalls zentral für das Quartier mitgedacht sein.

Bei der Stromversorgung ist auf gemeinsame Energiespeicher, PV-Anlagen und Lastmanagement zu achten. Die Infrastruktur für e-carsharing und E-Mobilität im Allgemeinen muss im Vorhinein mitgeplant werden. Es sollte Raum für möglicherweise zukünftig autonom fahrende Kleinbusse freigehalten werden und Grünflächen, sowie schatten spendender Baumbestand eingeplant werden.

Darüber hinaus sind Treffpunkte, Spielplätze, betreutes/generationenübergreifendes Wohnen, Schulen und Kitas mitzudenken. Die kommunalen Unternehmen in RLP stehen grundsätzlich auch bereit, um hier beratend zu unterstützen oder Teilbereiche zu übernehmen. Jederzeit darf gerne zur Rücksprache auf mich zugekommen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Bleidt
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Diplom-Politologe
Geschäftsführer
VKU Landesgruppe Rheinland-Pfalz

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In Rheinland-Pfalz sind 90 kommunale Unternehmen im VKU organisiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen in Rheinland-Pfalz leisten jährlich Investitionen in Höhe von über 500 Millionen Euro, erwirtschaften einen Umsatz von fast 4 Milliarden Euro und sind wichtiger Arbeitgeber für mehr als 11.000 Beschäftigte.