Sachstand
Gemäß ersten Berechnungen betrug der Duchfluss der Ahr beim diesjährigen Hochwasser ca. 500 cbm/s – ähnlich wie das Hochwasser von 1910.
Das Hochwasser von 1804 hatte eine Durchflussmenge von ca. 1200 cbm/s.
Vergleicht man die drei Pegelstände der Jahre 1804, 1910 und 2021: der Pegel von diesem Jahr ist am Höchsten, obwohl die Durchflussmenge nur halb so intensiv war wie 1804.
Die aktuellen ausgewiesenen/berechneten Überschwemmungsgebiete entsprechen nicht denjenigen der aktuell überfluteten Bereiche im Ahrtal.

Bewertung & Empfehlung
Ein erneutes Hochwasser könnte im schlechtesten Fall noch schlimmer ausfallen (höhere Pegel), sofern die Durchflussmenge mehr als 500 cbm/s erreicht würde.
Es sollte analysiert werden, wie man hohe Pegelstände reduzieren und somit Überschwemmungsflächen minimieren kann: aktiver und passiver Hochwasserschutz.
Die Überschwemmungsgebiete müssen neu berechnet werden. Hieraus sollten Empfehlungen für Bauflächen, Aufbau der Häuser, Infrastruktur etc. abgeleitet werden.