Seit vielen Jahren wohne ich nun im Ahrtal und wundere mich immer wieder aufs Neue, warum in einem Tal, dass bereits in weniger als 100 Meter Bohrtiefe üppige Thermalquellen besitzt, keine Nutzung dieser nahezu unerschöpflichen Ressourcen erfolgt. Ich rede hier nicht von Bohrungen zur Nutzung der Erdwärme mittels stromfressender Wärmepumpen, sondern über eine direkte Nutzung der Thermalquellen. Ich rege hiermit an, kleinere Siedlungscluster zukünftig grundlegend mit dieser Erdwäre zu versorgen. Da augenblicklich in vielen Gebäuden ohnehin Heizungsanlagen zerstört sind und (zumindest im Erdgeschoss) Estriche rausgestemmt sind, wäre es hier relativ einfach, auf Geothermie und Fußboden-/Wandheizung sowie gemeinsame Kesselanlagen zur Ergänzung der Wärmeversorgung umzustellen. Die Gelegenheit wäre also günstig. Eine Grundversorgung mit geothermischer Wärme könnte problemlos durch solarthermische Wärme und Wärme aus regennerativen Energieträgern (z.B. Holzhackschnitzel, Strohhäcksel, Miskanthushächsel, Biogas aus den nun neu zu bauenden Kläranlagen im Ahrtal und viele weitere, denkbare Energieträger) ergänzt werden.
Insgesamt wären dies echte Schritte in Richtung Klimaneutralität der Energieversorgung.